Ein Stück Bayreuther Stadtgeschichte
Fränkische Braukultur seit 1857
Ein echtes Stück Bierkultur stammt aus Bayreuth. Nachdem Hugo Bayerlein als junger, 24-jähriger Brauer von München in seine Heimatstadt Bayreuth zurückgekehrt war, begann er im Jahr 1857 auf dem Herzog, der Anhöhe westlich des Roten Mains, im großen Stil Bier zu brauen. Diese Form der Brauerei war damals ungewöhnlich, denn eigentlich braute jeder Bäcker und Gastronom seinen eigenen Gerstensaft. Dank moderner Technik und hervorragender Kühl- und Lagermöglichkeiten in den Kellern der Brauerei überzeugte das Bier der Bayreuther Bierbrauerei aber sehr schnell die Kunden. Die eigenständige Privatbrauerei wurde somit zum festen Bestandteil und zu einem Wahrzeichen der Stadt.
Sogar der Freundeskreis Richard Wagners schrieb Biergeschichte:
1872 wurde die Bayreuther Bierbrauerei in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, was sie weiterhin kräftig wachsen ließ. Friedrich von Feustel, der
berühmte Bayreuther Mäzen Richard Wagners, wandelte die Brauerei in eine Aktiengesellschaft.
Die Bayreuther Bierbrauerei AG ist die Brauerei der Bayreuther:
Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft brachte es mit sich, dass fast alle Anteilseigner aus Bayreuth stammen. Somit repräsentiert die Brauerei bis heute Bayreuther Geschmack und
Lebensart.
Die Bayreuther Bierbrauerei als Wahrzeichen der Stadt:
1857 bis 1858 entstanden in rascher Folge imposante Industriebauten auf dem Herzog, die weithin sichtbar waren: Malzhaus mit Darre, Brauhaus mit Wasserpumpe, Rohrleitungen, Braupfanne,
Vorwärmpfanne, Bierpumpen, Maischbottich und Bierwannen, ein Kühlhaus mit darunter befindlichem Gärkeller, ein Haus für den Aufzug zu den Felsenkellern, ein Stallgebäude
und eine Fässerremise.
Stets ist die Bayreuther Bierbrauerei ihrer Tradition treu geblieben und präsentiert sich bis heute als leistungsstarke Spezialitätenbrauerei.

